Trendthema: Mitmach-Gesellschaft

Web 2.0 und alle verwandten 2.0-Ansätze basieren auf dem “Mitmachen” der Massen - sprich ich schreibe, podcaste oder videocaste in ein Weblog und werde zum Publizist, ich kommentiere bei anderen Weblogs, in Communities oder sonstigen 2.0-Diensten und ich vernetze mich mit meinen engeren oder entfernten Freunden im virtuellen Raum. Natürlich machen hier nicht alle mit, sondern nur ein kleiner Bruchteil ist wirklich aktiv.  Auch dieser Bruchteil verhält sich je nach Thema und kulturellem Hintergrund sehr unterschiedlich.

Das Team rund um Charlene Li von Forrester hat hierzu eine nette Typen-Studie aufgesetzt und ein paar Benutzer-Typen definiert.

Forrester's Technographics Profiles

In einem Ländervergleich schneidet dabei Deutschland in Bezug auf die aktive Content-Erstellung ziemlich schlecht ab - laut einem Blog-Post von Dave Fleet (dessen Betrachtung auf einer kanadischen Sicht basiert) sind die Deutschen vor allem “Networker”. Anders ist das bei unseren europäischen Freunden aus Frankreich und Italien - voller Stolz schreibt Emanuelle Quintarelli in seinem Blog-Post, dass Italien mit an führender Stelle bei den “Social Media Aktivitäten” liegt. Warum ist das so?

Die Diskussion dieser Ergebnisse - auch vor dem kulturellen Hintergrund - fände ich ein spannendes Thema für eins der Panel. Wer würde als Teilnehmer gut auf ein solches Panel passen?

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3 Responses to “Trendthema: Mitmach-Gesellschaft”


  1. 1 westernworld

    schau dir die völlig dysfunktionale medienlandschaft in beiden ländern an und du weißt warum der vor allem auch politische content blüht und gedeiht … usa selbes spiel.

    abgesehen haben die oben genannten ein grundlegend anderes verältnis von öffentlichkeit und privatsphäre als nordeuropäer.

  2. 2 bn

    In der Tat - der kulturelle Hintergrund auch in Bezug auf die Bedetung und Funktion der Medien ist ein wichtiges Element - dennoch fand ich es bezeichnend, dass Deutsche eher die stillen Beobachter sind.

  3. 3 Matthias Möller

    @ westernworld: ich finde, du hast da einen wichtigen Aspekt aufgebracht. Auf nationaler Ebene ist die Aktivität in Deutschland relativ gering, da es in Deutschland (vor allem im internationalen Vergleich) im großen und ganzen noch eine gute funktionierende Medienlandschaft gibt.
    Anders sieht es im Sub-Lokalen Bereich aus. Kleinstädte unter 30.000 Einwohner haben meist eine sehr schlecht Versorgung mit Medien, die sich mit ihrem Ort beschäftigen. Das hat auch einen guten Grund, da es einfach sehr teuer ist jeden Ort dieser Größe redaktionell zu bearbeiten.
    Mit myheimat.de haben wir schon vielen Orten in Deutschland geholfen, eine deutlich reichhaltigere Medienlandschaft für ihren Ort zu etablieren. Denn die Bürger können dort selbst Beiträge über das Geschehen in Ihrem Ort beisteuern und die Beiträge erscheinen dann sowohl online als auch in einer gedruckten Form nur mit Inhalten aus und für den Ort.

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